Upgrade vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter

Für Rettungsassistenten gibt es grundsätzlich zwei Wege, Notfallsanitäter zu werden:

  1. Teilnahme am regulären Staatsexamen zum Notfallsanitäter
  2. Teilnahme an einem Aufbaukurs und an einer Ergänzungsprüfung

Grundsätzlich kann jeder Rettungsassistent - völlig unabhängig von seiner Berufserfahrung - am Staatsexamen der Notfallsanitäter ohne weiteren Lehrgang teilnehmen. Hiervon raten wir allerdings eher ab und bieten diese Möglichkeit somit auch nicht an.

Es empfiehlt sich jedoch, an einem Aufbaukurs teilzunehmen und anschließend die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter abzulegen. Die Dauer ist hierbei abhängig von der Berufserfahrung als Rettungsassistent:

  • Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung als RettAss: Vorbereitungslehrgang im Umfang von 80 Stunden (zwei Wochen) und anschließendes Ablegen der Ergänzungsprüfung
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung als RettAss: Vorbereitungslehrgang im Umfang von 480 Stunden (drei Monate) und anschließendes Ablegen der Ergänzungsprüfung
  • Weniger als drei Jahre Berufserfahrung als RettAss: Vorbereitungslehrgang im Umfang von 960 Stunden (sechs Monate) und anschließendes Ablegen der Ergänzungsprüfung oder Ablegen des Vollexamens

Für alle Weiterqualifizierungsregelungen ist aktuell eine Frist von zehn Jahren ab Inkrafttreten des NotSanG vorgesehen - man hat somit bis zum 31.12.2023 Zeit, das "Upgrade" zum Notfallsanitäter zu erwerben.

Ausbildungsangebote:

Rettungsassistenten mit mehr als 5-Jähriger Berufserfahrung

Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung als RettAss: Zulassung zur Ergänzungsprüfung nach 80 Stunden Vorbereitungslehrgang

Rettungsassistenten mit 3- bis 5-Jähriger Berufserfahrung

Mindestens drei Jahre Berufserfahrung als RettAss: Vorbereitungslehrgang im Umfang von 480 Stunden (drei Monate) und anschließendes Ablegen der Ergänzungsprüfung

Rettungsassistenten mit weniger als 3-Jähriger Berufserfahrung

Mindestens drei Jahre Berufserfahrung als RettAss: Vorbereitungslehrgang im Umfang von 960 Stunden (sechs Monate) und anschließendes Ablegen der Ergänzungsprüfung oder Ablegen des Vollexamens (ohne Vorbereitung)